Der Name Ramelton ist abgeleitet vom gälischen Namen "Ráth Mealtain" = Kastell des Mealtain

Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, daß es in Ramelton schon seit der frühen Steinzeit Ansiedlungen gab.

Seit dem 12. Jh war der Ort ein wichtiger Sitz der O´Donnells, dem regierenden Clan in Donegal.
1440 bauten sie hier eine Burg und lebten dort bis zu ihrer Vertreibung 1607.
Während der Rebellion von 1641 brannte die Burg aus. Heute gibt es von ihr keine sichtbaren Überreste mehr.
Anfang des 16. Jh gründeten die O´Donnells auch noch ein Franziskaner-Kloster ( Killydonnell- Abtei ) auf dem Gelände einer noch älteren Kirche, die ursprünglich zu einer Wikingersiedlung gehörte.
Der Friedhof wird heute noch genutzt.

Killydonnell Abbey        

 

 

Overview
Lough Swilly

Während der Besetzung Ulsters durch die Engländer, kam William Stewart 1610 nach Ramelton
und bekam hier 1000 Morgen Land vom englischen König für seine geleisteten Dienste geschenkt.
Er ließ die Stadt durch überwiegend schottische Siedler erneuern
und die erste Reformationskirche bauen, die heute noch steht.
Die Stewarts blieben bis in das 21.Jh als ansässige Grundbesitzer.

In der Zeit der politischen und religiösen Unruhen wurde Francis Makemie
"der Vater der presbyterianischen Kirche" in Ramelton geboren und ging im "Old Meeting House"
(eine der ältesten presbyterianischen Kirchen Irlands) zu Gottesdiensten.
1682 wurde er in St. Johnston zum Priester geweiht und 1683 wanderte er nach Virginia aus.
Er kämpfte für bürgerliche und religiöse Freiheit und gründete
"die amerikanische presbyterianische Kirche".
Das "Old Meeting House" wurde restauriert und wird heute als Bücherei genutzt.

Francis Makemie
painted by Mike Mahon
The Old Meeting House

Im frühen 20.Jh. hatte das Städtchen 8 Kirchen, von denen 6 genutzt wurden. Ramelton wurde auch: "The Holy City" genannt.
Heute stehen noch sechs Kirchen, aber nur noch drei werden für Gottesdienste genutzt: St. Paul's, St. Mary's und die Wallace Memorial Kirche.

Von 1714 bis 1830 wuchs Ramelton weiter und war nun fast auf dem Höhepunkt seines Wohlstands.
Die alten Siedler-Häuser wurden ersetzt, oder in elegantere Häuser georgianischen Stils umgebaut.
Der Reichtum wuchs unter anderem, weil in Ramelton die meisten Leinenbleicharbeiten Donegals gemacht wurden.
Schiffe aus der Karibik ankerten im Lough Swilly und entluden exotische Waren im Tausch gegen Wäsche, Korn, Fleisch und Fisch.

Später im 19.Jh stellte Ramelton seine Transportmethoden von Segel- auf Dampfschiffe um und wuchs weiter.
Eine Dampfschiffverbindung bestand zur neuen Bahnlinie in Derry.
Der Adel kaufte, verkaufte und exportierte die Produkte der schottischen Siedler,  die nun große Farmer waren. Es gab ein rasch wachsendes Arbeitskraftpotential an Katholiken, die kleine und mittelständische Unternehmen gründeten und das Geschäftsleben der Stadt bereicherten.



Im späten 19. und frühem 20. Jh. rivalisierte Ramelton mit Letterkenny, die Haupt-Stadt im Norden des Landes zu sein.

1909 kam dann das Aus, als die neue Bahnstrecke von Derry
nicht hierher, sondern nach Letterkenny gelegt wurde.

Trotzdem wird das Städtchen mit seinen äußerst freundlichen Einwohnern weiter wachsen und
"DER JUWEL IN DONEGALS KRONE"
bleiben

Eine noch ausführlichere Website über
Rameltons Geschichte findet ihr hier

Legenden aus Ramelton
(für mehr Information bitte auf die Fotos klicken)
Dave Gallaher
Patsy Gallacher
Sam Bayne
 
Dave Gallaher
Patsy Gallacher
Samuel G. Bayne

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